Einparken und Rangieren

 

 

Voraussetzungen:

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Lernziel:

- Verbesserung der Koordination der Handlungsabläufe beim Einparken oder Rangieren

- Erkennen, das eine unzureichende Bewegungsfähigkeit des Bewegungsapparates aufgrund einer zu langen Fahrt oder von Erkrankungen, das Einparken oder Rangieren erschwert

 

 

Ablauf:

- Dem Teilnehmer wird die Rangier-Aufgabe beschrieben und ohne weitere Informationen, soll er einmal selber probieren, schnellstmöglich (Zeitnahme) in das aufgestellte Karree hinein und wieder heraus zu fahren.

- Dem Teilnehmer wird die Einpark-Aufgabe beschrieben und ohne weitere Informationen, soll er einmal selber probieren, schnellstmöglich (Zeitnahme) in die aufgestellte Parklücke hinein zu fahren.

- Nach dem der Teilnehmer (wenn es mehrere sind, alle Teilnehmer) den ersten Versuch gemeistert hat, wird das Ergebnis im gemeinsamen Gespräch ausgewertet. Der Trainer sollte dann die optimale Vorgehensweise aufzeigen oder vorfahren.

- Die optionale Zeitnahme, kann das Ein- und Aussteigen sowie das Starten des Kfz mit einschließen.

- Um eine gewisse Steifheit des Bewegungsapparates zu simulieren, kann dem Teilnehmer eine Halskrause umgebunden werden.

 

Variante 1: Rangieren

- Der Teilnehmer soll mit dem Kfz in das Karree vorwärts einfahren, das Kfz wenden und in der dargestellten Fahrtrichtung (zuerst rückwärts und dann vorwärts) das Karree verlassen.

 

Variante 2: Rangieren

- Der Teilnehmer soll mit dem Kfz in das Karree vorwärts einfahren, das Kfz wenden und das Karree in Vorwärtsfahrt wieder verlassen.

- Die eine Pylonenaufstellung zeigt eine auf die Abmaße eines bestimmten Kfz abgestimmte Aufstellung, was sich zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrades anbietet, wenn alle Teilnehmer mit demselben Kfz an den Start gehen.

 

 

Variante 3: Das Einparken in eine seitliche Parklücke (parallel zur Fahrbahn auf dem Parkstreifen)

- Der Teilnehmer soll mit dem Kfz rückwärts in die Parklücke einfahren und das Kfz parallel zur (simulierten) Fahrbahnbegrenzung abstellen. Der Abstand zwischen der Stoßstange und der Begrenzung vorne wie hinten soll gleich groß sein. Die Vorderräder sollten in Geradeausstellung stehen.

 

 

Einparken a la www.sicherheitstraining.org

0. Den Blinker einschalten und eine Lücke suchen.

1. Das eigene Kfz parallel zur gewählten Parklücke stellen und prüfen, ob die Parklücke groß genug erscheint. Dazu versucht man, den Abstand zwischen dem eigenen und den anderen Kfz bzw. Begrenzungen zu sehen und abzuschätzen. Wenn man vorne und hinten einen Meter Platz, dann sollte man es mit einem Kleinwagen locker in die Lücke schaffen. In der Praxis hängt der benötigte Platz vom Wenderadius (Welchen Kreisradius fährt mein Kfz bei voll eingeschlagener Lenkung (Es ist auch die Einschlagrichtung vorgegeben, bei der der Radius gemessen wird.)?) und vom Abstand der Stoßstange zur jeweils nächsten Achse. Wenn mein Kfz ein lang überstehendes Heck oder Vorderteil hat, man erinnere sich mal an die alten Ami-Schlitten, dann braucht man mehr Platz zum Parken. Um wirklich zu wissen, wie viel Platz man braucht, sollte man dies mal intensiv ausprobiert haben. Die halbe Stunde probieren hat man gut angelegt. Vielleicht hilft ja auch ein Bekannter mit seinem Kfz als Hindernis aus?

2. Mit dem Kfz vorfahren, bis auf die Höhe des vorderen Kraftfahrzeuges. Das eigene Heck, sollte mit dem Heck des anderen Kfz oder einer vorhandenen Begrenzung abschließen (auf gleicher Höhe sein). Dabei sollte das Kfz parallel zur zukünftigen Parkposition (und somit auch dem vorderen Kfz) stehen. Der seitliche Abstand sollte nicht zu groß, ca. 10 cm zwischen dem rechten Außenspiegel des eigenen und dem linken Außenspiegel des anderen Kfz, sein. Dies entspricht ca. 30-40 cm Abstand zwischen beiden Kfz.

3. Rückwärts fahren und wenn die eigenen Hinterräder auf Höhe der hinteren Stoßstange des anderen Kraftfahrzeuges sind, das Lenkrad um 180 bis 270 Grad nach rechts schieben/drehen. Man kann auch mehr am Lenkrad kurbeln, jedoch bringt das - abhängig vom Kfz - vielleicht 30 cm Gewinn an Parkplatzlänge. Gleichzeitig wird das Risiko sich zu verhaspeln deutlich größer, da ein unsicherer Fahrer sich allzu leicht verlenkt und den Zeitpunkt zum gegenlenken verpasst. Weiterhin hat sich ein unsicherer Fahrer das Pech selber zu zu schreiben, wenn er sich eine Lücke aussucht, bei der es auf 30 cm ankommt (PP = Persönliches Pech). Regeln: Je weniger man das Lenkrad nach rechts einschlägt, desto länger muss die Parklücke sein. Je mehr man das Lenkrad nach rechts einschlägt, desto zielsicherer und langsamer muss man das Kfz dirigieren.

4. Sobald das Kfz ungefähr im 45-Grad-Winkel in der Lücke steht, das Lenkrad bis zum Anschlag nach links drehen und weiter rückwärts fahren. Das Lenkrad muss recht flott gedreht werden, da man ansonsten mit dem rechten Hinterrad auf den Bordstein oder an eine mögliche Begrenzung fährt. Ein unsicherer Fahrer sollte das Kfz zu diesem Zeitpunkt besser anhalten, am Lenkrad drehen und dann erst langsam weiter rückwärts fahren. Sollte der Fahrer merken, dass er sich bedrohlich dem Ende der Parklücke nähert, so hat er im Falle, das er an seinen Erfolg glaubt zwei Möglichkeiten. Entweder beginnt er mit einem mehrfach zu wiederholenden Vor- und Zurückfahr-Lenk-Manöver oder er fährt nochmals aus der Parklücke heraus und beginnt von vorne. Dann sollte aber das Lenkrad im Schritt 3 stärker nach rechts und im Schritt 4 schneller nach links gedreht werden (eventuell anhalten), da anscheinend die Lücke recht knapp ist.

5. Sofern das Kfz mit dem Heck beginnt wieder aus der Parklücke heraus zu fahren bzw. das Vorderteil näher am Bordstein als das Heck ist bzw. das rechte Vorderrad näher am Bordstein als das rechte Hinterrad ist, das Kfz anhalten.

6. Das Kfz noch ein Stück nach vorwärts fahren und dabei das Lenkrad gerade stellen. Der Abstand zum vorderen und hinteren Kfz bzw. einer möglichen Begrenzung sollte gleich groß sein.

 

Mögliche Fehlerquellen:

- Das schiefe Abstellen des Kfz (nicht parallel zu den auf dem Parkplatz eingezeichneten Streifen oder zum Fahrbahnrand) hängt meist mit einer ungünstigen Ausgangsposition zusammen. Die Ausgangsposition kann man sich auch nicht immer aussuchen, wenn man beispielsweise an Parkbuchten in verbauten Parkhäusern oder an einen großen Parkplatz mit anderen Parkplatzsuchenden vor einer Parkbucht steht.

-  Wenn man zu früh das Lenkrad nach rechts dreht, berührt man entweder gleich mit seinem Heck das Heck des vorderen Kfz oder etwas später, beim drehen des Lenkrades nach links, nähert sich das Vorderteil des eigenen Kraftfahrzeuges dem Heck des vorderen Kraftfahrzeuges oder einer möglichen Begrenzung.

- Wenn man zu spät oder zu langsam das Lenkrad nach links dreht, berührt das rechte Hinterrad den Bordstein oder die Begrenzung.

- Wenn man zu lange rückwärts fährt, bekommt man Feindkontakt mit dem hinteren Kfz oder das rechte Vorderrad berührt den Bordstein.

 

Tipps:

- Weit genug ausholen

- Außenspiegel richtig einstellen

- Weit genug mit Kopf und Rücken nach hinten umdrehen

- Nicht hektisch am Lenkrad und/oder dem Gaspedal fummeln

- Je langsamer man fährt, desto genauer kann man das Kfz steuern

 

 

Erfahrungen des Teilnehmers:

- Hektik bringt gar nichts

- Wer zu langsam ist den bestraft die Stoppuhr

- Die richtige Bedienhandlung zur richtigen Zeit, das bringt es

 

 

Hinweis:

- Bitte erwartet nicht, dass Euer Trainer immer perfekt einparkt!

 

 

Pylonenaufstellung:

 

Variante 1

 

 

Variante 2

 

 

 

Variante 3

 

 

 

Zu Übungszwecken, kann ich noch ein Video der Firma Däckia empfehlen.

 

 

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